Fellbachs Handballer werden Sticker-Stars
  21.09.2017 •     Handball Jugend Männer Männer 1 Männer 2 Männer 3 Frauen Frauen 1 Frauen 2

Sportler vom SV Fellbach, TSV Schmiden und TV Oeffingen präsentieren sich wie internationale Fußballstars in einem Sammelalbum. Ab Samstag gibt es die Abziehbildchen in der Daimlerstraße zu kaufen – ab Montag in allen Rewe-Aupperle-Märkten.

Sammelbilder berühmter Fußballer kennt jeder. Wann immer eine Welt- oder Europameisterschaft ansteht, stehen Sammler Schlange und der Sticker-Markt boomt. Dann wird mit Feuereifer aufgerissen, abgezogen und geklebt. In Fellbach wird allerdings schon in diesem Jahr, also ganz außerplanmäßig, das Sammelfieber ausbrechen. Die begehrten Bildchen zeigen jedoch keine weltbekannten Kicker wie Cristiano Ronaldo, Lionel Messi, Manuel Neuer oder Mats Hummels, sondern Handballspieler wie Nico Bauer, Christoph Acker, Mirko Büchte, Lukas Connert, Kai Liebing oder Stefan Straub.  Angefangen bei den Minis bis hin zu den Großen wurden alle Spieler aus den Handballabteilungen des SV Fellbach, TSV Schmiden und TV Oeffingen fotografiert – und ab Samstag gibt es die Sticker samt dem Sammelalbum „Handball in Fellbach“ bei Rewe-Aupperle zu kaufen.

Sebastian Aupperle hatte schon länger mit dem Gedanken gespielt, Sportler aus der Stadt für ein lokales Sticker-Album zusammenzubringen und ihnen etwas zu bieten, was ansonsten nur den großen Stars im Handball und Fußball vorbehalten ist. Er nahm Kontakt mit einer Berliner Firma auf, die Sammelbildchen produziert, und erfuhr, dass sich die Verantwortlichen des Handballsportclubs, kurz HSC, Schmiden/Oeffingen, das ist die Jugendspielgemeinschaft der beiden Stammvereine TV Oeffingen und TSV Schmiden, ebenfalls schon über die Möglichkeiten eines Sticker-Albums informiert hatten. „Da war klar, wir machen das mit den Handballern, und das Schöne ist, dass die drei großen Fellbacher Vereine mitmachen“, sagt Sebastian Aupperle.

Auf dem Parkplatz des Oeffinger Supermarkts wird am Samstag um 11 Uhr die Fellbacher Sticker-Aktion mit einer Party gestartet. Von Montag an wird es dann die Sammelbilder mit den kleinen und großen Handballstars des SVF, TSV und TVOe samt dazugehörendem Album in allen Rewe-Aupperle-Märkten in Fellbach geben. Der Erlös aus dem Albumverkauf geht durch drei geteilt an die Vereine. „Ich bin sicher, da kommt was zusammen und damit fördern wir die drei Vereine. Zudem soll die lokale Aktion auch die Identität der Fellbacher fördern“, sagt Sebastian Aupperle.

Je einen Tag lang dauerten im Juli die Foto-Shootings in den drei Vereinen. „Bei uns waren es alles in allem 248 Handballer, die für die Sticker Modell standen“, sagt Dieter Pfeil, der die Aktion für den SV Fellbach koordiniert hat. Vor allem der Nachwuchs sei mit Begeisterung und voller Stolz bei der Sache gewesen, erzählt er. „Und alle freuen sich jetzt schon riesig auf den Samstag und scharren mit den Hufen, bis es endlich losgeht.“

Im Handball-Sammelalbum sind Platz für insgesamt 728 verschiedene Bilder. Bis zum 2. Dezember gibt es die Päckchen mit jeweils fünf Stickern zum Preis von 80 Cent zu kaufen. Das Starter-Kit mit einem Album und fünf Päckchen kostet 6 Euro. Und damit auch möglichst viele ein komplettes Album zusammenbekommen, haben die drei Vereine Tauschaktionen organisiert – am 14. Oktober in der Fellbacher Zeppelinhalle, am 21. Oktober in der Sporthalle in Oeffingen und am 12. November in der Schmidener Sporthalle.

In Oeffingen hätten nahezu alle Sportler gerne und bereitwillig mitgemacht und seien nun tierisch neugierig auf das Ergebnis, sagt Christoph Keller, der Abteilungsleiter der TVOe-Handballer. „Wir konnten uns nämlich anfangs gar nicht richtig vorstellen, was da überhaupt passiert.“ Frank Fernsel vom Förderverein HSC Schmiden/Oeffingen sieht die gemeinsame Aktion schon vor dem offiziellen Start als Erfolg. „Ich wohne in Steinhaldenfeld, bin also Cannstatter, und habe mich in den  vergangenen Jahren, seit dem meine Kinder beim HSC spielen, oft über die interne Fellbacher Dorfkonkurrenz gewundert.“ Dabei habe das Sammelalbum-Projekt gezeigt, dass die drei Vereine supergut miteinander funktionieren, meint er. „Jeder Verein hatte Sticker-Beauftragte, und wir haben uns öfter getroffen, vieles besprochen und dabei herrschte untereinander immer die reinste Harmonie.

Vielleicht trägt das Ganze ja auch dazu bei, dass sich die Vereine ein bisschen mehr zusammenraufen“, sagt Frank Fernsel. Wie Christoph Keller und Dieter Pfeil ist er jedenfalls fest davon überzeugt, dass der Zusammenhalt der „Handball-Familie“ mit den eigenen Stickern zum Sammeln auf ganz besondere Weise ausgedrückt und gestärkt wird.

 

 

erstellt von Eva Herschmann von der Fellbacher Zeitung